Dieser Beitrag ist Teil unseres Reiseberichts 12 Tage Ligurien & Toskana

Knubbi muss zum Schrubbi

Die Schweiz hat Knubbi leider etwas eingesaut und damit instragramuntauglich gemacht. Eins steht fest: der Schneematsch muss runter bevor weitere Fotos gemacht werden 😅 Wir halten also an der erstbesten SB-Waschmöglichkeit. Nachdem wir verstanden haben, dass man Coins braucht und wo es sie gibt, legt Christoph erst zaghaft, dann mit ordentlich bums los. Eine große Portion Spaß später glänzt Knubbi wie ein niegelnagelneues Pfennigstück.

Weiter geht die Fahrt Richtung La Spezia, schließlich wollen wir morgen in die Cinque Terre und uns vor allem einen Campingplatz gönnen. Warme Dusche, Toiletten und WLAN sind dann doch nicht zu unterschätzen. Immer noch umgehen wir die Mautstraßen und schlängeln uns über Serpentinen hoch und runter. Katha klebt praktisch an der Scheibe, sie ist großer Fan der alten Steinhäuser mit ihren Fenster- und Türläden aus Holz. Immer wieder überqueren wir den Fluss Taro.

 

Kathas unfreiwilliger Badespaß

An der Diga di Grotto machen wir eine kleine Pause. Ein künstlich angelegter Wasserfall und super klares Wasser machen diesen Flussabschnitt im Sommer bestimmt zu einem beliebten Badespot: jetzt ist es menschenleer. Uns ist das Wasser zu kalt, aber Baci stürzt sich ohne zu zögern in die Fluten und holt ein Stöckchen nach dem anderen raus. Kurz bevor wir weiterfahren wollen passiert es dann… Katha rutscht auf dem nassen und algenbedeckten Boden neben dem Wasserfall aus und landet wenig galant auf ihrem Hintern. Dabei versucht sie sich gekonnt mit Händen und Füßen abzufangen, hätte sie mal lieber sein lassen sollen. Das Endergebnis sind eine nasse Hose, nasse Schuhe und nassen Pulliärmel, die jetzt auch nicht mehr rosa sondern grün sind. Christoph, ganz der Gentleman, fängt erst an zu lachen, als klar ist, dass Katha sich nicht verletzt hat. Vorbildlich.

 

Die Jagd nach dem richtigen Campingplatz

Katha recherchiert auf der weiteren Fahrt, welche Campingplätze als Startpunkt für die Cinque Terre günstig liegen. Vorreservieren in der Nebensaison und bei so pünktlicher Anreise kommt uns natürlich nicht in den Sinn. So kommen wir am Nachmittag in Levanto an. Wir sehen zum ersten Mal auf unserer Reise das Meer und sind ganz verzaubert von dem fast leeren Strand und der niedlichen Promenade. Der erste von uns angesteuerte Campingplatz Acqua Dolce ist am besten bewertet, aber – Überraschung – leider schon voll. So wirklich freundlich wird uns das hier nicht mitgeteilt und auch sonst fühlt es sich an, als wolle man uns schnell loswerden. Schade.

Campingplatz Nummer 2 ist Camping Albero D’Oro. Auch hier sind schon alle Plätze belegt. Generell sind die Campingplätze hier in Levanto eher klein sind und die Fahrzeuge schon fast wie in einem Parkhaus eng an eng gestellt. Katha, die Angst hat doch nicht an die heißersehnte Dusche zu kommen, fragt ob man auch vor der Tür auf dem Parkplatz stehen könnte. Einige Wohnmobile und Camper stehen bereits dort und in der ein oder anderen Google Rezension ist davon zu lesen. Christoph ärgert sich über die Preise und vor allem darüber dass nicht unterschieden wird, ob man einen kleinen Van hat oder ein Monster-Reisemobil, ob man auf dem Parkplatz vor oder auf dem Campingplatz steht und ob man Strom braucht oder nicht.

Also checken wir Campingplatz Nr.3: Camping Pian di Picche. Bei Google steht zwar, dass er geschlossen ist, aber er liegt direkt um die Ecke und ein Versuch ist es uns wert. Katha stiefelt also den Hügel hinauf und landet auf einer großen Baustelle. Immerhin kommt ein freundlicher junger Mann auf sie zu und erklärt, dass die Renovierungsarbeiten leider noch nicht abgeschlossen sind. Wir wägen unsere Möglichkeiten ab. Ein kostenpflichtiger Stellplatz ohne Sanitäreinrichtungen für 24€, der kleine öffentliche und tatsächlich kostenlose Hinterhof-Parkplatz direkt gegenüber oder vor den Campingplatz zu Auf-dem-Campingplatz-Gebühren. Der Gedanke Knubbi auf dem kostenlosen Parkplatz neben dem ein oder anderen Autowrack stehen zu lassen gefällt Christoph nicht wirklich, also fällt die Wahl schlussendlich auf Camping Albero D’Oro. Katha findet es insgesamt okay, Christoph würde den Platz eher weniger empfehlen.

Drohne, Spritz und Jemös

Kaum steht Knubbi an seinem Platz, machen wir uns auf den Weg in den Stadtkern. Keine 15 Minuten läuft man und wir steuern als erstes den Strand an. Christoph packt die Drohne aus und wagt erste kleine Flüge über das Wasser. Katha und Baci spazieren in der Zwischenzeit am Strand entlang und sie beschließt in einer der Strandbars noch einen Drink in der Sonne zu genießen. Christoph hat hier nicht viel Mitspracherecht, aber zum Glück eh keine Einwände. Wer kann schon zu einem Bier und Apérol Spritz nein sagen 🤷🏻‍♀️

Bevor es zurück zum Campingplatz geht, bummeln wir noch etwas durchs Städtchen und steuern  unteranderem einen Supermarkt an: Auf der Liste stehen Brot, Gemüse, Salat, Cola und Bier. Nach schier endlosen Minuten kommt Katha aus dem Laden raus. Ihre Ausbeute: Brot 😂 Mehr gab es einfach nicht. Der Laden ist quasi leer. Man spürt, dass trotz der vollen Campingplätze hier noch Nebensaison ist und die Versorgung des Städtchens gemächlich von statten geht. Italien eben. Es lehrt uns etwas gelassener zu werden. Sympathisch.

 

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